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Teil 3/Prüfungsteil

Arzt-Arzt-Gespräch in der FSP: Fallvorstellung und Rückfragen

Teil 3 verlangt Kollegensprache: präzise, knapp und fachlich verständlich.

4 minAktualisiert: 26. Mai 2026Arzt-Arzt-GesprächFallvorstellungTeil 3
1Arzt-Patienten-Gespräch
2Dokumentation
3Arzt-Arzt-Gespräch
Teil 3 im Ablauf hervorgehoben: Arzt-Arzt-Gespräch als Abschluss nach Patientengespräch und Dokumentation

Kurzantwort

Im Arzt-Arzt-Gespräch wechselst du vom patientenfreundlichen Register zur professionellen Übergabe.

Kurz gesagt

  • Die BLÄK nennt das Arzt-Arzt-Gespräch als dritten Prüfungsteil.
  • In Bayern ist dieser Teil üblicherweise mit 20 Minuten angesetzt.
  • Geprüft wird Fachsprache in beruflicher Kommunikation.

Einordnung

Derselbe Fall, dieselbe Person – aber der Satz, der eben die Patientin beruhigt hat, klingt vor dem Oberarzt plötzlich umständlich. Teil 3 prüft genau diesen Sprung.

Im Arzt-Arzt-Gespräch wechselst du vom patientenfreundlichen Register zur professionellen Übergabe.

Der dritte Teil: vom Patienten zum Kollegen

Bayerische Landesärztekammer: Fachsprachenprüfung

Die BLÄK nennt das Arzt-Arzt-Gespräch als dritten FSP-Teil, in Bayern üblicherweise ebenfalls rund 20 Minuten. Geprüft wird medizinische Fachkommunikation unter Kolleginnen und Kollegen – derselbe Fall wie in Teil 1, aber in völlig anderem Register.

Der Registerwechsel ist der Kern: gleiche Information, andere Zielgruppe, andere Sprache.

Was eine gute Übergabe ausmacht

Der Kern ist der Registerwechsel: gleiche Information, andere Zielgruppe, andere Sprache. Ein Oberarzt hat keine Zeit für patientenfreundliche Umwege – er braucht Priorisierung, Fachbegriffe und eine klare Reihenfolge.

  • Standardreihenfolge: Patient, Leitsymptom, relevante Anamnese, Verdacht, Differenzialdiagnosen, Procedere.
  • Bereite dich auf Rückfragen zu Begriffen und Begründungen vor, nicht nur auf den Vortrag selbst.

Ein Beispiel für die richtige Länge

Eine Fallvorstellung in etwa 90 Sekunden ist ein guter Übungsrahmen: „62-jähriger Patient, seit drei Wochen intermittierende Palpitationen, unauffällige Vorgeschichte, V. a. paroxysmales Vorhofflimmern, EKG und Echokardiografie veranlasst.“ Alles darüber hinaus gehört in die Rückfragen, nicht in die Eröffnung.

Typische Missverständnisse

Ein Missverständnis: Je mehr Fachbegriffe, desto besser. Ungenutzte oder falsch platzierte Fachwörter wirken unsicher statt kompetent. Ein zweites: Die Übergabe sei eine Wiederholung des Patientengesprächs – sie ist eine komprimierte, neu priorisierte Version davon.

Nächster Schritt

Nimm deinen letzten geübten Fall und fasse ihn in 90 Sekunden für einen Oberarzt zusammen, laut gesprochen und mit Zeitmessung – das zeigt sofort, wo du noch zu ausführlich bist.

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